Corona-Serie Teil 10: Warum Ihr Unternehmen einen Pandemieplan braucht

Im Umgang mit Corona können Unternehmen vieles falsch machen. Vor allem dann, wenn es um eine sichere Rückkehr der Mitarbeiter vom Homeoffice an den Arbeitsplatz geht. Wie mit der neuen Situation umgehen? Wie sich verhalten? Da die Corona-Krise noch länger andauern wird, sollte jedes Unternehmen einen eigenen Pandemieplan entwerfen.

Immer öfter ist von Pandemieplänen die Rede. Für die EU. Für Deutschland und die Bundesländer. Und ja, auch für Unternehmen. Durch die Corona-Krise wurde offensichtlich, dass die meisten Institutionen und Firmen nicht auf den Ernstfall vorbereitet sind. Entweder, weil kein entsprechender Pandemieplan existiert oder dieser in einem unauffindbaren Ordner abgelegt wurde. Mit anderen Worten: Pandemiepläne waren etwas für den Sankt-Nimmerleins-Tag.

Nun gilt es umzudenken. Denn nach Wochen im Homeoffice kehren in vielen Betrieben die Mitarbeiter wieder an ihre regulären Arbeitsplätze zurück. Dort haben sie es mit Sitznachbarn zu tun und mit Kollegen, die sich für Meetings in enge Räume zusammendrängen. Arbeitnehmer kommen sich also wieder näher. Im Kampf gegen Corona stellt dies ein nicht unerhebliches Risiko dar. Und aus genau diesem Grund braucht jedes Unternehmen einen Pandemieplan.

Was ist eine Pandemie?

Bei einer Pandemie handelt es sich um die länder- oder kontinenteübergreifende Ausbreitung einer ansteckenden Krankheit. Auslöser einer Pandemie (oder einer Epidemie, die örtlich begrenzt auftritt) ist meistens einer der vier folgenden Krankheitserreger:

  • Viren
  • Bakterien
  • Pilze
  • Parasiten

Im Falle von Corona haben wir es mit einem neuartigen Virus zu tun, das auch als SARS-CoV-2 bezeichnet wird und welches die Atemwegserkrankung Covid-19 auslöst. Gefährlich ist das Coronavirus deshalb, weil die Bevölkerung keine entsprechende Grundimmunität hat. Da Corona von Experten als hoch infektiös eingestuft wird und die Menschen über keine speziellen Abwehrkräfte dagegen verfügen, kommt es nicht selten zu schweren Krankheitsverläufen. Abgesehen von den vielen tragischen Einzelschicksalen bedeutet dies für Gesundheitssysteme in aller Welt eine enorme Belastung.

Warum es eine betriebliche Pandemieplanung braucht

Kurz gesagt geht es darum, als Unternehmen für den Pandemiefall gerüstet zu sein. Viele Betriebe merken in der aktuellen Krise, dass sie keine Vorbereitungen für den Ernstfall getroffen haben. Jetzt werden sich manche fragen: “Aber die Reproduktionszahl nimmt doch wieder ab! Brauchen wir da wirklich einen Pandemieplan?”

Die klare Antwort lautet: Ja. Denn laut Robert-Koch-Institut und anderen Fachleuten sind eine zweite und womöglich dritte Corona-Welle nicht auszuschließen. Und selbst wenn das jetzige Coronavirus in Schach gehalten oder gar besiegt werden kann – die nächste Viruswelle kommt bestimmt. Spätestens dann werden Unternehmen dankbar sein, Zeit und Energie in eine seriöse Pandemieplanung investiert zu haben.

Checkliste: Betriebliche Pandemieplanung

Für den Pandemie-Fall ist ein durchdachter Pandemieplan nötig. Sowohl für die Erstellung des Plans als auch für den Ernstfall selbst, müssen organisatorische und personelle Entscheidungen getroffen werden.

Folgende Fragen und Punkte gilt es auszuarbeiten:

  • Welche Kollegen sollen die Erstellung des Pandemieplans verantworten?
  • Welche allgemein-gültigen und welche firmen-spezifischen Punkte müssen in den Pandemieplan aufgenommen werden?
  • In welchem Zeitfenster soll der Pandemieplan fertiggestellt werden?
  • In welchen Abständen soll der Pandemieplan evaluiert werden, um ihn gegebenenfalls an eine neue Firmengröße bzw. einen neuen Betriebsstandort anzupassen?
  • Mit welchen Auswirkungen auf Personal, Organisation, Umsatz, Gewinn, etc. ist im Pandemiefall zu rechnen?
  • Wer kann zu Homeoffice-Regelungen Auskunft geben?
  • Wer ist für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zuständig?
  • Welche Kollegen müssen zuerst informiert werden, wenn sich ein Mitarbeiter mit einem ansteckenden Krankheitserreger infiziert hat?
  • Wie sollen sich Kollegen in Büros, gemeinschaftlichen Aufenthaltsräumen und im Flur verhalten?
  • Kann der erforderliche Mindestabstand im Pandemiefall in allen Räumlichkeiten eingehalten werden?
  • Gibt es die Möglichkeit, direkt nach Betreten des Arbeitsplatzes die Hände mit Seife zu waschen?
  • Müssen Mitarbeiter selbst für ihren Mundschutz sorgen oder stellt der Arbeitgeber welche zur Verfügung?
  • Wer gehört zur Grundbesetzung, die den Betrieb im Pandemiefall aufrecht hält?
  • Welche Projekte und Aufgaben werden im Pandemiefall unterbrochen, welche müssen weitergeführt werden?
  • Besteht die Möglichkeit, Kunden finanziellen Aufschub zu gewähren?
  • Ist das eigene Unternehmen systemrelevant oder nicht?
  • Gibt es ein Konzept für eine mögliche Arbeitnehmerüberlassung?
  • Existieren Vorlagen, um kurzfristig die Einwilligung der Mitarbeiter zur Kurzarbeit einzuholen?
  • Wie werden Informationen ausgetauscht und über welche Wege soll generell die Kommunikation im Pandemiefall stattfinden?
  • Unter welchen Bedingungen kann eine Rückkehr der Mitarbeiter an den Arbeitsplatz nach Abklingen einer Pandemiewelle vollzogen werden?

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Diese Informationsquellen zu Covid-19 sollten Sie kennen

Webseiten mit Informationen zu SARS-CoV-2 und Covid-19

Robert-Koch-Institut
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Bundesgesundheitsministerium
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html
https://www.zusammengegencorona.de/informieren/

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/

PDFs des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen (68 Seiten)
Download PDF

Handbuch Betriebliche Pandemieplanung (179 Seiten)
Download PDF

Mitteilungsfunktion: So informieren Sie Ihre Kollegen

HRworks verfügt über eine Mitteilungsfunktion, mit der Sie schnell sämtliche Mitarbeiter in Ihrem Betrieb erreichen. Informieren Sie die Kollegen über Neuigkeiten, Veränderungen und Wissenswertes. Lesen Sie in der Reportage, welchen Unterschied HRworks beim Chemieunternehmen Coventya macht.

 

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Corona-Serie Teil 9: Jetzt Corona Bonus auszahlen

In der Corona-Krise möchten viele Unternehmen ihre Beschäftigten mit Sonderzahlungen belohnen. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt. Laut einem Erlass des Bundesfinanzministeriums dürfen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern daher nun höhere Zuwendungen als sonst zukommen lassen.

Für die meisten Angestellten bedeutet die Corona-Zeit eine Mehrfachbelastung. Sie müssen sowohl für ihre Arbeitgeber da sein, als auch für ihre Kinder. In systemrelevanten Branchen müssen sie zudem oft Überstunden leisten und sich – etwa als Beschäftigter im Gesundheitssystem – in Ansteckungsgefahr begeben. Diesen enormen Kraftakt dürfen Arbeitgeber nun steuerfrei honorieren.

Corona Bonus: Das galt bisher bei Zuwendungen

Steuerfreie Zuwendungen sind begrenzt. Aktuell liegt die monatliche Freigrenze für Sachzuwendungen bei 44 Euro. Des Weiteren sind steuer- und abgabenfreie Aufmerksamkeiten in Höhe von 60 Euro möglich, wenn ein besonderer Anlass vorliegt - dazu zählen beispielsweise Geburtstage, Hochzeiten und Firmenjubiläen.

Doch in der Corona-Krise ist vieles anders.

So hat das Bundesfinanzministerium jetzt in einem Erlass eine Ausnahme von der Regel erlaubt. Konkret: Im Zeitraum vom 1. März 2020 bis 31. Dezember 2020 dürfen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Sonderleistungen bis zu 1.500 Euro steuerfrei gewähren. Und zwar zusätzlich zu den regulär erlaubten Zuwendungen. Mit anderen Worten: Steuerbefreiungen, Bewertungserleichterungen und -vergünstigungen sowie Pauschalbesteuerungsmöglichkeiten bleiben von der neuen Regelung unberührt.

Die Unterstützung von bis zu 1.500 Euro, auch Corona Bonus genannt, kann als Geldleistung oder in Form von Sachbezügen fließen. Für den Arbeitgeber ist die Zahlung nicht nur steuer-, sondern auch sozialversicherungsfrei. Wichtig ist, dass der Bonus zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet wird und die steuerfreien Zahlungen im Lohnkonto aufgezeichnet werden.

Der Erlass des Bundesfinanzministeriums im Wortlaut (PDF)

Gutscheine schenken und Mitarbeiter binden

Steuerfreie Gutscheine für Ihre Mitarbeiter? In HRworks geht das ganz einfach. Denn per Mausklick lassen sich Amazon-Gutscheine für die Kollegen generieren. Der beschenkte Mitarbeiter kann den Gutscheincode dann sofort in seinem persönlichen Amazon-Account einlösen.

 

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FLOW auf allen mobilen Endgeräten

Ab 1. Juli 2020: FLOW-Oberfläche ersetzt Web App

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Produkt-Info: HRworks bekommt Kurzarbeit-Funktion

Die HR Software von HRworks wird um eine entscheidende Funktion erweitert: Mit dem Kurzarbeit-Feature haben Admins fortan die Möglichkeit, die Kurzarbeit ihrer Mitarbeiter in der Personalsoftware zu dokumentieren und besser abzubilden.

In den vergangenen Wochen mussten etliche Unternehmen in der D/A/CH-Region krisenbedingt Kurzarbeit anmelden. Entweder für einen Teil der Belegschaft oder gleich für alle Mitarbeiter. Der Grund ist simpel: Auf diese Weise können Betriebe Kündigungen abwenden und somit Experten im Betrieb halten.

Kurzarbeit stellt für den Arbeitgeber allerdings einen bürokratischen Aufwand dar. Nicht nur hinsichtlich der Anmeldung von Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit, sondern auch innerbetrieblich. Es muss schließlich – analog oder digital – festgehalten werden, welche Mitarbeiter wie lange in Kurzarbeit sind.

Damit Unternehmen in Krisensituationen wie etwa der Corona-Pandemie flexibel bleiben und bürokratisch entlastet werden, stellt HRworks ein neues Feature zur Verfügung, mit dem die Kurzarbeit unkompliziert erfasst und zeitwirtschaftlich organisiert werden kann. Konkret bedeutet das: In HRworks ist nunmehr auch ein Kurzarbeitsplan enthalten. Dieser kann von jeder Person, die als Kurzarbeits-Administrator freigegeben ist, erstellt werden.

Kurzarbeit in HRworks

Der Kurzarbeitsplan läuft für die Dauer der Kurzarbeit parallel zum regulären Arbeitsplan. Auf diese Weise ergeben sich zwei Vorteile für den Anwender. Erstens ist auf einen Blick ersichtlich, wieviele Stunden die Kurzarbeit pro Mitarbeiter beträgt. Zweitens ist im Hintergrund die reguläre Arbeitszeit hinterlegt, wodurch Administratoren und Vorgesetzte schnell einen Bericht über die Differenz von Normalarbeitszeit und Kurzarbeitszeit erstellen können.

Kurzarbeit: So klappt die Umsetzung

Sollte sich Ihr Unternehmen gezwungen sehen, Kurzarbeit einzuführen, sind für Sie als Administrator grob 3 Schritte in HRworks vonnöten:

  • Konfigurieren Sie den Kurzarbeitsplan
  • Definieren Sie den Beginn und Ende
  • Weisen Sie den Kurzarbeitsplan den entsprechenden Personen zu

Die Arbeitszeit kann dabei sowohl prozentual (z.B. auf 50%) oder auf eine bestimmte Anzahl an Arbeitsstunden reduziert werden. Auswertungen und Berichte – etwa Zahlen zur Arbeitszeit, die der Arbeitgeber der Agentur für Arbeit übermitteln muss – sind schnell bei der Hand.

Wichtig: Im Hintergrund müssen die Stammdaten der Belegschaft bereits gepflegt sein, damit andere Funktionen wie die Abwesenheitsverwaltung und die Zeiterfassung mit dem Kurzarbeitsplan harmonieren.

→ Weitere Informationen zum neuen Kurzarbeit-Feature finden HRworks-User in ihrem Eingang unter Neuigkeiten (Version 3.62) sowie im Help-Center

Zustimmung zur Covid-19-Kurzarbeit mit HRworks einholen

Wenn Ihr Unternehmen die Kurzarbeit nicht in Tarif- oder Arbeitsverträgen geregelt hat, können Sie die Einwilligung Ihrer Mitarbeiter über das Compliance Management System von HRworks einholen. Und zwar schnell und unkompliziert. Setzen Sie eine betriebliche Vereinbarung auf und schicken Sie diese elektronisch an alle Mitarbeiter Ihres Unternehmens. Diese können per Klick zustimmen.

 

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Die Mehrwertsteuersenkung hat Auswirkungen auf die Reisekosten

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Corona-Serie Teil 8: Das sind die Corona Arbeitsschutz Standards

Nach mehreren Wochen im Homeoffice kehrt Deutschland langsam zur Normalität zurück. Doch die Arbeitswelt nach Corona ist eine andere als vor Corona. Heißt konkret: Bei der Rückkehr an den regulären Arbeitsplatz gilt es, die Corona Arbeitsschutz Standards einzuhalten. Sie sollen das gemeinschaftliche Arbeiten sicherer machen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat dieser Tage einige Verhaltensregeln zusammengefasst, die dabei helfen sollen, eine Übertragung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 am Arbeitsplatz zu verhindern. Das Dokument auf der Webseite des Ministeriums umfasst allerdings sechs Seiten mit kleiner Schriftgröße und eignet sich nicht zum Aushang in Firmengebäuden.

HRworks hat deshalb die wichtigsten Punkte für Sie in einem übersichtlichen, zweiseitigen PDF zusammengefasst. Einfach ausdrucken und im Betrieb aushängen! Hier gibt es den kostenlosen Download “Corona Arbeitsschutz Standards”.


3 häufig gestellte Fragen zu den Corona Arbeitsschutz Standards

  • Wie lange werden die neuen Arbeitsschutzregeln gültig sein?

Die zusätzlichen Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben gelten bis auf Weiteres. Wichtig: Diese neuen Standards variieren nicht von Bundesland zu Bundesland, sondern gelten bundesweit. Für eine mögliche zweite oder dritte Infektionswelle des Coronavirus könnte der Gesetzgeber weitere Maßnahmen beschließen.

  • Für welche Branchen gelten die Corona Arbeitschutz Standards?

Unabhängig von der Branche gelten die neuen Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben überall dort, wo Menschen auf engem Raum miteinander zu tun haben. Das betrifft sowohl geschlossene Räume als auch offene Flächen.

  • Was geschieht bei einem Verstoß gegen die Corona Arbeitsschutz Standards?

Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sind alle Betriebe dazu angehalten, die Corona Arbeitsschutz Standards einzuhalten. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Die Berufsgenossenschaften werden die Einhaltung der Regeln stichprobenartig überprüfen.

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Arbeitsgericht urteilt: Einführung von Zeiterfassung schon jetzt Pflicht

Im Mai 2019 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein für Arbeitgeber wichtiges Urteil gesprochen: Die Mitgliedstaaten der EU sollen Gesetze verabschieden, die eine systematische Arbeitszeiterfassung erwirken. Im Bundestag war es bisher ruhig dazu. Doch das Arbeitsgericht Emden hat nun eine maßgebende Entscheidung getroffen.

Arbeitgeber sollten nicht länger mit der Einführung eines Zeiterfassungssystems warten. Denn wie ein Richterspruch am Arbeitsgericht Emden zeigt, besteht de facto schon jetzt die Pflicht dazu. Dabei wirkt der dem Urteil zugrundeliegende Fall auf den ersten Blick recht harmlos.

In der Rechtssache 2 Ca 94/19 hatte die Zahlungsklage eines ungelernten Bauhelfers Erfolg. Der Mann bestand darauf, im Zeitraum September bis November 2018 auf zwei Baustellen 195 Arbeitsstunden geleistet zu haben. Sein Arbeitgeber beharrte jedoch, der Bauhelfer habe nur Anspruch auf Vergütung von 183 Arbeitsstunden.

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Das Arbeitsgericht Emden hat nun entschieden, dass der Bauhelfer seiner Darlegungs- und Beweislast in “ausreichendem Maße nachgekommen” sei. Der Arbeitgeber hingegen, der die Arbeitszeiten lediglich in einem Bautagebuch festgehalten hatte, habe laut Gericht gegen Art. 31 Abs. 2 der EU-Grundrechte-Charta verstoßen. Darin wird zwar die Arbeitszeiterfassung nicht dezidiert erwähnt. Doch sei laut Arbeitsgericht Emden keine richtlinienkonforme Auslegung oder Umsetzung durch den deutschen Gesetzgeber nötig, damit Art 31 Abs. 2 unmittelbar auf die Zeiterfassung angewendet werden könne.

Obwohl also das Bundesministerium für Arbeit und Soziales noch keinen Referentenentwurf bzw. Gesetzentwurf bezüglich der verpflichtenden Arbeitszeiterfassung vorgelegt hat, ist die Einführung eines “objektiven”, “verlässlichen” und “zugänglichen” Systems, wie es das EuGH-Urteil aus dem Mai 2019 vorsieht, schon jetzt verpflichtend.

Finden Sie hier weitere Informationen zum Thema Zeiterfassung und erhalten Sie unter anderem Einblicke in die Arbeitszeiterfassung und eine Übersicht der gängigen Zeiterfassungssysteme.

Zeiterfassung mit HRworks:
Digital & DSGVO-konform.

Mit der digitalen Zeiterfassung von HRworks können Ihre Mitarbeiter Arbeitsstunden wie Pausen immer und überall erfassen. Ob via PC, Mac, Smartphone oder stationäres System – alles ist möglich.

 

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Nicht im Büro? Auch dann klappt es mit dem Onboarding

Corona-Serie Teil 7: Onboarding aus dem Homeoffice

Ab sofort informiert Sie HRworks zu allen Auswirkungen…

Corona-Serie Teil 6: So klappt es mit der Arbeitnehmerüberlassung

Durch die Corona-Pandemie bekommen es manche Unternehmen zum ersten Mal mit dem Thema Arbeitnehmerüberlassung zu tun. Einige Konzerne setzen bereits darauf. Denn neben Kurzarbeit ist die Arbeitnehmerüberlassung ein probates Mittel, um Mitarbeitern nicht kündigen zu müssen. Was mit der Überlassung von Arbeitnehmern genau gemeint ist und wie das funktioniert, erfahren Sie in diesem sechsten Teil unserer Corona-Serie.

Aktuell herrscht in einigen Branchen krisenbedingt Arbeitsmangel. In anderen Branchen dagegen boomt es geradezu. Aus diesem Grund erleichtert der Gesetzgeber nun die Leihe von Personal an Fremdunternehmen. Geregelt ist dies im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Während bisher eine Erlaubnis für Arbeitgeber nötig war, um eigenes Personal zu verleihen, so geht dies in der Corona-Krise unbürokratisch und vor allem erlaubnisfrei.

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Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist dies aufgrund einer Ausnahmeregelung im AÜG möglich. Dort heißt es in § 1 Abs. 3 Nr. 2a, dass die Arbeitnehmerüberlassung keine Erlaubnis erfordert, „wenn die Überlassung nur gelegentlich erfolgt und der Arbeitnehmer nicht zum Zweck der Überlassung eingestellt und beschäftigt wird“. Das Bundesarbeitsministerium hat auf seiner Webseite bereits eine Auslegungshilfe veröffentlicht, damit Arbeitgeber wissen, unter welchen Bedingungnen sie ihre Arbeitnehmer einem anderen Unternehmen überlassen dürfen.

3 Voraussetzungen zur erlaubnisfreien Arbeitnehmerüberlassung laut BMAS:

  • Die betroffenen Arbeitnehmer müssen der Überlassung zustimmen.
  • Der Arbeitgeber darf nicht dauerhaft als Arbeitnehmerüberlasser tätig sein.
  • Die Arbeitnehmerüberlassung ist zeitlich auf die aktuelle Krise beschränkt.

Wie sieht das nun in der Praxis aus? Ein aktuelles Beispiel: McDonald's musste aufgrund der aktuellen Beschränkungen die Speisebereiche in seinen Filialen schließen. Dadurch sind weniger Mitarbeiter im Einsatz. Anstatt aber die aktuell nicht benötigten Mitarbeiter freizustellen, hat der Burgerbrater einen strategischen Deal mit Aldi geschlossen. Denn beim Discounter werden deutschlandweit gerade Aushilfen gesucht, weil man mit der Arbeit aufgrund der erhöhten Nachfrage kaum nachkommt. Eine Win-Win-Situation: Mitarbeiter einer angeschlagenen Branche bleiben weiterhin beschäftigt, boomende Branchen bekommen schnell Unterstützung.

Hier eine Auswahl an Branchen, die von der Corona-Krise profitieren beziehungsweise getroffen werden.

Diese Branchen könnten Arbeitnehmer überlassen

  • Hotellerie
  • Gastronomie
  • Einzelhandel
  • Luftfahrt
  • Tourismus
  • Messebetreiber und Veranstalter
  • Sportbranche

Branchen, die Arbeitnehmer übernehmen könnten

  • Landwirtschaft
  • Gesundheitswesen
  • Lebensmittelhandel und -hersteller
  • Apotheken und Drogeriemärkte
  • Pharma und Biotech
  • Telekommunikation
  • Paketbranche

Regeln Sie Ihre Arbeitnehmerüberlassung mit HRworks

Wenn Sie krisenbedingt Ihre Arbeitnehmer verleihen möchten, können Sie dies in HRworks dokumentieren. Holen Sie über das Compliance Management die Einwilligung Ihrer Mitarbeiter ein. In der Abwesenheitsverwaltung haben Sie die Möglichkeit, „Arbeitnehmerüberlassung“ als Abwesenheitsart einzutragen.

 

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Kommunikation im Homeoffice

Corona-Serie Teil 5: Tipps für die Kommunikation im Homeoffice

Wenn die ganze Abteilung, ja die ganze Firma ins Homeoffice…

In eigener Sache: HRworks ist weiter für Sie da!

Liebe HRworks-Nutzer,

in den vergangenen Tagen haben etliche Firmen ihre Mitarbeiter nach Hause geschickt. Die Ansteckungsgefahr im Betrieb ist einfach zu groß. Wo die Möglichkeit besteht, wird nun im Homeoffice weitergearbeitet. Vielleicht lesen auch Sie diese Zeilen in den eigenen vier Wänden. Und womöglich fragen Sie sich, was jetzt aus Ihrem Personalwesen wird.

Als HRworks-Nutzer können Sie beruhigt sein.

Die Universal-Software steht weiterhin vollumfänglich für Sie bereit.

Sie können Ihr Personalmanagement und Ihre HR-Arbeit genauso von Zuhause aus erledigen, wie bisher im Büro. Ihr Unternehmen hat den gleichen uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen wie bisher. Auch Angebote wie Webinare und Schulungen stehen Ihnen weiter zur Verfügung - letztere ab sofort in digitaler Form!

Schon vor mehr als 20 Jahren haben wir bei HRworks, damals als Pionier auf diesem Gebiet, mit der Cloud gearbeitet. Diese langjährige Erfahrung in diesem Bereich kommt uns nun zugute - und damit auch Ihnen! Wir wissen, wie ein HR-System beschaffen sein muss, damit dezentrale HR-Arbeit zu einem Kinderspiel wird. Mit anderen Worten: Ob Sie am Schreibtisch in Ihrer Firma sitzen oder zuhause auf der Couch, ob Sie sich im Ausland befinden oder gerade unterwegs sind, spielt keine Rolle. HRworks ist von überall aus nutzbar.

Webinare wie bisher, Schulungen ab sofort in digitaler Form

Nicht nur die Software selbst steht Ihnen unverändert zur Verfügung. Auch zusätzliche Dienstleistungen wie Webinare und Beratungsgespräche bieten wir weiter an. Eine kleine Änderung gibt es lediglich bei den Schulungen. Da diese aufgrund der aktuellen Einschränkungen nicht mehr physisch stattfinden können, halten wir die Termine nun online ab.

Das Wichtigste: Bleiben Sie gesund!

Wir wünschen Ihnen für die kommenden Wochen viel Kraft. Beruflich wie privat. Mit unserer HR-Software werden wir Sie weiterhin in Ihrem Berufsalltag entlasten. In der gewohnten Qualität und mit aller Energie.

Bleiben Sie gesund!

Ihr HRworks-Team


 

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Homeoffice und Kurzarbeit bestimmen gerade die Arbeitswelt

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Arbeitgeberbescheinigung Corona

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Homeoffice für Ihre Mitarbeiter: Was Sie als Chef wissen müssen

Immer mehr Arbeitgeber erlauben Homeoffice. Warum auch nicht? Aufgrund der Digitalisierung ist eine physische Präsenz in vielen Jobs schlicht und ergreifend nicht mehr nötig. Damit das Pendeln Ihrer Mitarbeiter vom Büro an den heimischen Schreibtisch klappt, gilt es einige Dinge zu beachten.

Seit einigen Jahren existieren zwei diametral entgegengesetzte Trends. Auf der einen Seite wollen immer mehr Angestellte im Homeoffice arbeiten. Zuhause ist’s ja bekanntlich am schönsten. Auf der anderen Seite aber bemühen sich Firmen immer öfter, den Arbeitsplatz in eine Wohlfühloase zu verwandeln.

Die Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley machen es vor. Da verfügen Arbeitsplätze inzwischen über kostenlose Fitnessstudios, E-Scooter und individuell gestaltete Rückzugsmöglichkeiten. Außerdem gibt es endlosen Gratis-Supply an Smoothies und anderen Superfoods. Mit anderen Worten: Das eigene Heim wird immer mehr zum Arbeitsplatz; das Büro zum attraktiven (oder gar attraktiveren) Zuhause.

Während man Abenteuer-Arbeitsplätze, wie sie in Kalifornien gang und gäbe sind, in Deutschland noch mit der Lupe suchen muss, ist das Homeoffice hierzulande gelebte Praxis. Dazu gibt es auch Zahlen. 2014 war das Homeoffice in knapp jedem fünften Unternehmen (22 Prozent) gestattet. 2018 waren es schon 39 Prozent. Und die Kurve zeigt weiter steil nach oben. Bald schon könnte die Hälfte aller Firmen Homeoffice anbieten, oder wie die Heimarbeit auch genannt wird: Remote Work bzw. Telearbeit.

Die Fragen, die sich Arbeitgeber wie Arbeitnehmer daher unweigerlich stellen: Geht die Reise unaufhaltsam in Richtung Heimarbeit?

Homeoffice und die Zukunft des Arbeitens

Flexible Arbeitszeitgestaltung liegt im Trend. Die Betriebsstätte Homeoffice wird aufgrund der Digitalisierung daher nicht mehr wegzudenken sein. Haushalte verfügen über High-Speed-Internet, Mitarbeiter über leistungsstarke Privatrechner. Arbeitgeber kommen also nicht umhin, ihrer Belegschaft mobiles Arbeiten anzubieten. Langfristig wird die Heimarbeit demnach fester Bestandteil von Arbeitsverhältnissen sein. Die Zeiten, in denen lediglich Minijobs und Nebenjobs mit Heimarbeit assoziiert wurden, sind dann endgültig vorbei.

Arbeitszeitmodell Homeoffice nicht für alle Berufsgruppen realisierbar

Nicht in allen Jobs ist das Arbeiten von Zuhause möglich. Man denke etwa an Sanitäter, Gleisarbeiter, Kellner, Piloten oder Verkäufer im Einzelhandel.

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung können jedoch immer mehr Berufsgruppen ihren Job am Schreibtisch daheim erledigen. Dazu gehören alle Erwerbstätigen, die einen Löwenanteil ihrer Arbeitszeit vor dem Computer verbringen: Informatiker, Grafikdesigner, Werbetexter, Journalisten oder Marketer, um nur einige zu nennen. Grundsätzlich bestehen in der Kreativbranche die besten Aussichten auf alternative Arbeitsmodelle.

Die Relativitätstheorie der Arbeit

Flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice Arbeit, variable Arbeitszeit - all diese Varianten sind auf dem Vormarsch. Und machen (rund hundert Jahre nach Einstein) Zeit und Raum auch in der Arbeitswelt relativ. Es kommt nicht mehr zwingend darauf an, wo man arbeitet und zu welcher Uhrzeit. Hauptsache, das Arbeitspensum wird erledigt.

Werden jetzt manche Unternehmen zur Cloud, weil sie auf einen physischen Firmensitz komplett verzichten? Noch ist diese Vorstellung Utopie. Aber technisch machbar wäre ein solches Geschäftsmodell für den ein oder anderen Konzern. Doch bis es soweit ist, müssen sich Firmen mit variablen Arbeitszeit- und Arbeitsraummodellen auseinandersetzen.

Vorteile von Homeoffice für Arbeitgeber

Für Unternehmen ergeben sich durch Remote Work einige Vorteile.

  • Kostensparend: Weicht ein Kollege auf das Homeoffice aus, spart der Arbeitgeber Geld. Denn ein Beschäftigter im Büro verbraucht auf Unternehmenskosten allerlei Ressourcen, sei es Strom, Kaffee, Obst oder was der Arbeitgeber sonst alles bereitstellt. Je mehr Leute ins Homeoffice wechseln und je mehr Zeit sie dort verbringen, desto größer der Spareffekt.
  • Weniger Lärm: Wenn ein oder mehrere Kollegen ins Homeoffice ausweichen, wird es im Büro ruhiger. Weniger Getippe, weniger Telefonate, weniger Gespräche. Für die Bürokollegen wird es dadurch ruhiger und somit auch produktiver.
  • Produktivität: Die Produktivität erhöht sich natürlich gleichermaßen für die Heimarbeiter, da diese ebenso ungestört und konzentriert arbeiten können.
  • Ausweitung der Personalbeschaffung: Ist Homeoffice sogar dauerhaft möglich, dann können Unternehmen unabhängig von ihrem Standort Kandidaten rekrutieren. Die Firmenzentrale in Stuttgart kann dann beispielsweise auch Fachkräfte in Bremen oder Kiel anheuern.
  • Attraktives Benefit: Arbeitgeber stärken durch flexible Arbeitszeit und Homeoffice sowohl ihr Employer Branding im Recruiting-Prozess, als auch die Mitarbeiterbindung generell.

Worauf müssen Arbeitgeber beim Homeoffice achten?

Damit es zwischen Chef und Mitarbeiter zu keinen Missverständnissen kommt, gilt es einige Dinge zu beachten:

  • Auf Mitarbeiter muss Verlass sein
  • Homeoffice sollte rechtzeitig beantragt werden
  • Technische Infrastruktur im Homeoffice ist Voraussetzung
  • Arbeit muss selbstverständlich erledigt werden
  • Die Erreichbarkeit der Kollegen im Homeoffice muss gewährleistet sein
  • Keine Kontrolle oder Überwachung durch Vorgesetzte

Missbrauchen Mitarbeiter das Homeoffice?

Viele Arbeitgeber sehen das Homeoffice skeptisch. Sie argwöhnen, dass ihre Mitarbeiter im Homeoffice anstatt zu arbeiten lieber faulenzen. Dass sie Betriebsamkeit nur simulieren und in Wahrheit prokrastinieren. Und in der Tat gibt es solche schwarzen Schafe. Doch in der Regel ist das Gegenteil der Fall! Forscher der Universität Basel haben nämlich herausgefunden, dass Heimarbeiter im Schnitt 2,5 Stunden pro Woche mehr arbeiten als ihre Kollegen im Büro.

Rechtliche Aspekte

Wünscht der Arbeitgeber aus wirtschaftlichen Gründen, dass seine Mitarbeiter Telearbeit leisten, so muss er die entsprechenden Heimarbeitsplätze ausstatten.

Wenn aber umgekehrt die Mitarbeiter Zeiten im Homeoffice wünschen, der Arbeitgeber jedoch einen Arbeitsplatz im Betrieb zur Verfügung stellt, so müssen die Mitarbeiter selbst für einen ausgestatteten Heimarbeitsplatz sorgen.

Steuerliche Aspekte

In steuerlicher Hinsicht macht es für den Arbeitgeber keinen Unterschied, ob seine Mitarbeiter in der Firma arbeiten oder von Zuhause.

Arbeitnehmer, die keinen Arbeitsplatz im Firmenbüro ermöglicht bekommen, können jedoch steuerlich ihr Homeoffice absetzen.

Mit HRworks per Mausklick ins Homeoffice

Sie wollen Ihren Mitarbeitern die Arbeit im Homeoffice ermöglichen? Dann schalten Sie die entsprechenden Kollegen mit nur einem Mausklick frei. Ab sofort können diese ihre Arbeitstage im Homeoffice rechtzeitig in HRworks beantragen.

 

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Geschäftsreise trotz Corona-Krise?

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Neues Gesetz zur Arbeitszeiterfassung: 11 Fragen & 11 Antworten

Die Bundesregierung plant aktuell ein Gesetz zur Neuregelung der Arbeitszeiterfassung. Zwar müssen sich Parteien, Ministerien und Verbände noch auf einen definitiven Gesetzestext verständigen, doch ein erster Entwurf ist bereits in Arbeit. Die verpflichtende Zeiterfassung könnte demnach schneller kommen als gedacht. Mit entsprechenden Folgen. Arbeitgeber, die noch kein Zeiterfassungssystem haben, müssen jetzt schnell handeln.

Update 9. April 2020: Laut eines Urteils des Arbeitsgerichts Emden stehen Arbeitgeber bereits jetzt in der Pflicht, ein objektives System zur Zeiterfassung einzuführen.

Mit Hochdruck arbeitet das Bundesarbeitsministerium zurzeit an einer Neuregelung der Arbeitszeiterfassung. Dies bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums unlängst der Deutschen Presse-Agentur. Damit soll das entsprechende Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 14. Mai 2019 in deutsches Recht umgesetzt werden. Die europäischen Richter hatten beschlossen, dass Arbeitszeiten in Zukunft systematisch und lückenlos aufgezeichnet werden müssen.

Bereits vor einiger Zeit hat das Bundesarbeitsministerium dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben. Inzwischen sind Auszüge aus dem Gutachten bekannt geworden. Darin wird der Status Quo so beschrieben: “Das deutsche Recht kennt derzeit keine generelle Verpflichtung aller Arbeitgeber, die gesamte Arbeitszeit ihrer Beschäftigten aufzuzeichnen.” Entsprechend müsse der deutsche Gesetzgeber nun nachjustieren, um der Vorgabe des EuGH zu entsprechen.

Arbeitszeiterfassung Gesetz: Was für Sie als Arbeitgeber wichtig ist

Damit Sie einen Überblick zum Thema Arbeitszeiterfassung bekommen, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

1. Was genau wurde im EuGH-Urteil vom 14. Mai 2019 beschlossen?

Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofes hat geurteilt, dass die EU-Staaten Arbeitgeber verpflichten müssen, ein Zeiterfassungssystem einzurichten. Dieses soll gewährleisten, dass die Arbeitszeiten aller Mitarbeiter genau erfasst werden.

2. Was bedeutet das für Deutschland?

Aufgrund des EuGH-Urteils müssen die Gesetzgeber in all jenen EU-Ländern aktiv werden, in denen es bisher keine Verpflichtung zur lückenlosen Arbeitszeiterfassung gibt. Dazu zählt auch Deutschland. Aktuell wird fernab der Öffentlichkeit, federführend durch das Bundesarbeitsministerium, an einem entsprechenden Gesetzesentwurf gearbeitet.

3. Was bedeutet das EuGH-Urteil für deutsche Arbeitgeber?

Unternehmen, die über kein Zeiterfassungssystem verfügen, müssen sich jetzt eines zulegen. Laut eines Urteils des Arbeitsgerichts Emden existiert bereits jetzt die Pflicht zur Einrichtung eines Arbeitszeiterfassungssystems (Arbeitsgericht Emden vom 20. Februar 2020, Rechtssache 2 Ca 94/19).

4. Wie ist die Arbeitszeiterfassung in Deutschland derzeit geregelt?

Das aktuell gültige Arbeitsrecht sieht lediglich eine Erfassung von Überstunden sowie von Arbeitszeiten an Sonn- und Feiertagen vor. Eine generelle Pflicht zur Arbeitszeiterfassung existierte bisher nicht.

5. Bedeutet das EuGH-Urteil zur Zeiterfassung das Ende der Vertrauensarbeitszeit?

De facto bedeutet die Einführung der systematischen Arbeitszeiterfassung eine Abschaffung der Vertrauensarbeitszeit. Denn Mitarbeiter müssen in Zukunft über ein Zeiterfassungssystem ihr Kommen und Gehen dokumentieren.

6. Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Arbeitszeiten gelten als personenbezogene Daten. Damit ist der Datenschutz, wie er in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt ist, auch bei den Arbeitszeiten ein Thema. Grundsätzlich spricht aus Datenschutzgründen nichts gegen eine systematische Arbeitszeiterfassung. Wichtig ist nur, dass die Zeiterfassung nicht zu einer Dauerüberwachung der Mitarbeiter führt. Damit es hier gar nicht erst zu einem Konflikt kommt, lohnt sich die Anschaffung einer Zeiterfassungssoftware. Im Kombination mit einem Rechtekonzept und entsprechenden Zugriffsrechten, die in der Software vergeben werden können, ist man hier auf der sicheren Seite.

7. Wann kommt das neue Arbeitszeiterfassung Gesetz?

Aktuell (Stand: Februar 2020) ist nicht bekannt, ab wann die Neuregelung greifen soll. Da sich jedoch seit Anfang des Jahres vermehrt Politiker und Juristen zu dem Thema äußern, muss mit einer baldigen Implementierung gerechnet werden.

8. Müssen nun alle Betriebe wieder eine Stempeluhr einführen?

Jein. Ein Zeiterfassungssystem kann unterschiedlich aussehen. Einige Betriebe finden ein stationäres System sinnvoll, wo sich die Mitarbeiter jeden Morgen und Abend an- bzw. abmelden. Dies kann mit einer Karte, einem Chip oder dem Smartphone geschehen. Ein Stempeluhrsystem erfordert allerdings den Aufbau einer notwendigen Infrastruktur samt Hardware-Komponenten. Theoretisch könnten auch Excel-Tabellen weiterverwendet werden.

9. Welche Formen der Zeiterfassung sind in Zukunft sinnvoll?

In den meisten Fällen setzen Unternehmen heute auf die Zeiterfassung via Desktop oder Smartphone. Sobald der Mitarbeiter seinen Dienst antritt, startet er die Arbeitszeit auf seinem Computer oder Handy. Und meldet sich für die Mittagspause und am Abend nach Dienstschluss wieder ordnungsgemäß ab.

10. Welche Vorteile hat die Arbeitszeiterfassung?

Für Arbeitnehmer gehen durch die systematische Arbeitszeiterfassung keine Überstunden mehr unter. Die Mehrarbeit wird aufgezeichnet und muss vom Arbeitgeber entsprechend honoriert werden. Entweder in monetärer Form oder als Zeitausgleich.

11. Welche Nachteile hat die Arbeitszeiterfassung?

Die systematische Arbeitszeiterfassung führt zu diversen Schwierigkeiten. Was passiert etwa, wenn Leistungsträger auch in den Abendstunden auf der Couch zuhause arbeiten? Tragen Sie dann 20 Minuten als Arbeitszeit ein? Außerdem kann die verpflichtende Arbeitszeiterfassung mitunter dazu führen, dass Mitarbeiter noch länger im Büro bleiben. Aussicht auf garantiert bezahlte Überstunden verleiten dazu, viel Zeit am Arbeitsplatz zu verbringen - auch wenn gar nicht viel zu tun ist.


Alles Wichtige zur Zeiterfassung

Wie können Unternehmen effizient Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter erfassen? Was gilt es rechtlich zu beachten? Auf diese und ähnliche Fragen suchen Personaler verlässliche Antworten. Das ganze Know-How finden Sie auf der Übersichtsseite.

 

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Digitale Essensmarken: Attraktives Benefit für Ihre Mitarbeiter

Wie können Arbeitgeber einfach und effektiv die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter steigern? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Zu den beliebtesten Methoden, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, zählen jedoch digitale Essensmarken. Nicht ohne Grund. Denn mit Mahlzeitenzuschüssen kann ein Unternehmen wirklich alle glücklich machen - essen muss schließlich jeder. Lesen Sie hier über digitale Essensmarken und was es mit Benefits generell auf sich hat.

Das mit der Mitarbeiterzufriedenheit ist oft eine Krux. Wie soll man sie gewährleisten, geschweige denn steigern? In Zeiten, da bei etlichen Arbeitnehmern Selbstentfaltung und Work-Life-Balance Vorrang haben, tun sich viele Vorgesetzte schwer, den richtigen Motivationshebel zu finden.

Vor allem die ab 1980 geborenen - also die Vertreter der Generationen Y und Z - sind durch klassische Alphamännchen-Benefits wie Dienstwagen, Firmenhandy und Corner Office immer seltener zu beeindrucken. Dies belegt Umfrage nach Umfrage. Auch ein Blick in die Medienlandschaft zeigt dies eindringlich. Hier einige Schlagzeilen aus jüngerer Zeit:

  • Was Arbeitnehmern wichtig ist: Kultur schlägt Gehalt (manager-magazin.de)
  • Junge Frauen suchen Jobs mit Sinn und Stabilität (derstandard.at)
  • Führungspositionen immer unbeliebter: Kaum jemand will Chef werden (merkur.de)
  • Warum sich die Deutschen mehr Freizeit wünschen (faz.net)
  • Kampf um Generation Y: Entfaltung schlägt Dienstwagen (handelsblatt.com)

Welche Formen von Benefits gibt es überhaupt?

Jeder Mitarbeiter ist anders. Daher kann man auch trotz bestimmter gesellschaftlicher Trends keine allgemeinen Schlüsse ziehen. Es gibt nach wie vor sehr viele Arbeitnehmer, die ein höheres Gehalt allemal einer besseren Unternehmenskultur vorziehen würden.

Belegschaften sind heterogene Gebilde - verschiedene Mitarbeiter freuen sich also über die verschiedensten Benefits. Dabei gibt es mehrere Formen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Die Benefits lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Immaterielle Benefits: Dazu zählen u.a. Achtung und Lob durch Führungskräfte, eine positive Unternehmenskultur sowie die Möglichkeit zur Mitbestimmung fachlicher Ziele.
  • Materielle Benefits: Hierunter fallen z.B. die klassische Gehaltserhöhung, das Jobticket oder ein Dienstwagen für die private Nutzung.

Ob ein Benefit nun als Incentive (Anreiz zu besserer Leistung) oder als Gratifikation (Belohnung für exzellente Leistungen) eingesetzt wird, mag zwar aus arbeitspsychologischer Sicht unterschiedlich zu bewerten sein. Welche Corporate Benefits Arbeitnehmer jedoch auch wirklich wollen, ist eine ganz andere Frage.

Essensmarken, Gehaltserhöhung, Jobtickets: Welche Benefits für welche Mitarbeiter?

Nun wäre für Arbeitgeber jene Belohnung am effizientesten, die sich quasi nach dem Gießkannenprinzip für alle im Betrieb gleichermaßen realisieren ließe. Der Arbeitgeber hätte dadurch einen überschaubaren, ja geringen Aufwand. Allerdings ist dies nicht mit jedem Benefit machbar.

So würde sich zwar jeder Mitarbeiter über eine dicke Gehaltserhöhung freuen, doch für den Arbeitgeber wäre dies ausgesprochen unökonomisch. Es fallen zusätzliche Lohnnebenkosten an, also Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Diese möchte ein wirtschaftlich denkender und agierender Arbeitgeber tunlichst vermeiden. Allerdings kann ein zu sparsamer Ansatz auch Unmut bei den Mitarbeitern hervorrufen. Denn Arbeitgeber, die nur äußerst selten Gehaltserhöhungen gewähren, gelten als unattraktiv. Unternehmer müssen also immer behutsam abwegen, wann und wem sie Gehaltserhöhungen zusagen.

Doch neben Gehaltserhöhungen gibt es zahlreiche weitere Hebel, die sich für die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung eignen. Bei diesen anderen Mitarbeiterbenefits müssten allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit sie ihre Wirkung auch entfalten. Sprich: damit sie die Mitarbeiter auch tatsächlich zufriedenstellen.

  • Kinderbetreuung: Nur für Mitarbeiter interessant, die Kinder haben
  • Firmenwagen: Hier wäre ein Führerschein Voraussetzung - den nicht jeder Mitarbeiter besitzt
  • Gewinnbeteiligung / Prämie: Lässt sich nicht für alle Abteilungen realisieren
  • Sport- und Fitnessangebote: Bewegungsmuffel wird man damit kaum glücklich machen
  • Homeoffice: Unbeliebter als man denkt (wie diverse Umfragen zeigen)
  • Hund im Büro: Benefit, das nur von Hundehaltern wahrgenommen werden kann
  • Fahrtkostenzuschuss: Nur für Autofahrer interessant, die große Strecken zurücklegen

Mitarbeiterbindung stärken durch digitale Essensmarken

Eines der wirksamsten Benefits sind Mahlzeitenzuschüsse. Warum? Ganz einfach aus dem Grund, weil jeder Mitarbeiter essen muss. Es gibt also niemanden, der von einem Mahlzeitenzuschuss nicht Gebrauch machen könnte. Selbst jene Kollegen, die regelmäßig Essen von zuhause mitbringen, haben an manchen Tagen nichts dabei. Mit einem vom Arbeitgeber gewährten Mahlzeitenzuschuss - etwa in Form von digitalen Essensmarken - kann der Mitarbeiter in der Mittagspause beim Essen Geld sparen.

Vor allem für Unternehmen, die über keine eigene Kantine verfügen, bieten sich digitale Essensmarken als Benefit an. Die Mitarbeiter können dann frei wählen, in welches Lokal oder Restaurant sie in der Mittagspause gehen möchten. Dort konsumieren sie einfach nach Belieben und fotografieren im Anschluss den Rechnungsbeleg per Smartphone ab.

Digitale Essensmarken: Geldwerter Vorteil

Bei digitalen Essensmarken handelt es sich um einen geldwerten Vorteil. Dieser stellt eine attraktive Alternative zu einer Gehaltserhöhung dar. Der Mitarbeiter erfährt durch diesen Sachbezug eine spürbare finanzielle Entlastung in seinem Alltag. Für den Arbeitgeber wiederum bleibt der Essenszuschuss bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei.

Neue Sachbezugswerte seit Anfang 2020

Seit Januar 2020 gelten höhere Sachbezugswerte. Dies wirkt sich konkret auf Mitarbeiter aus, die digitale Essensmarken bzw. Mahlzeitenzuschüsse erhalten. Während im Vorjahr noch 6,40 Euro erstattet werden konnten, liegt der Maximalwert nun bei 6,50 Euro. Der Betrag selbst setzt sich zusammen aus dem zu versteuernden Sachbezugswert von 3,40 Euro und dem steuerfreien Zuschuss von höchstens 3,10 Euro.

HRworks bietet Mahlzeitenzuschüsse per Smartphone App

Um Ihren Mitarbeitern Gutes zu tun, ist kein großer Verwaltungsaufwand mehr nötig. Gewähren Sie Ihren Mitarbeitern in HRworks einfach Mahlzeitenzuschüsse. Für Ihre Kollegen bedeutet das bis zu 6,50 Euro mehr Netto pro Tag. Diese Form der digitalen Essensmarken macht Unternehmer glücklich und Angestellte satt. Testen Sie die HR Software noch heute!

 

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