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Immer mehr Beschäftigte duzen ihre Vorgesetzten

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16. Dezember 2025 · 2 Min. Lesezeit · HR WORKS Redaktion

  • Aktueller “Leadership-Monitor” analysiert den Umgangston in deutschen Unternehmen
  • Ergebnis: Das „Du“ dominiert, wenn Mitarbeitende ihre Vorgesetzten ansprechen
  • Insgesamt duzen 71 % der Beschäftigten ihre Vorgesetzten

Freiburg, 16. Dezember 2025 – An den Arbeitsplätzen in Deutschland regiert das „Du“, wenn Beschäftigte ihre Führungskräfte direkt ansprechen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Leadership-Monitors von HR WORKS. Für die repräsentative Studie wurden 2.083 Beschäftigte zum Führungsstil ihrer Vorgesetzten befragt. Demnach duzen mehr als sieben von zehn Beschäftigten ihre Führungskraft.

61 % sprechen ihn oder sie dabei auch mit Vornamen an, die verbleibenden 10 % benutzen das sogenannte “Münchener Du”, also verbinden das „Du“ mit dem Nachnamen der Führungskraft. Bei den Siezern in deutschen Büros oder Fabrikhallen nutzen die meisten die Verbindung des „Sie“ mit dem Nachnamen. Etwa ein Viertel (22 %) adressiert seine Vorgesetzten mit dieser Kombination, während 7 % den Vornamen in die förmliche Ansprache mit aufnehmen, also die im Volksmund als “Hamburger Sie” bezeichnete Anredeform nutzen.

Der Führungsstil ist ein wichtiger Duz- oder Siez-Faktor

Ob im Unternehmen geduzt oder gesiezt wird, hängt stark vom Führungsstil ab. Hier gilt die Faustformel: Je autoritärer die Führungskraft, desto förmlicher der Umgangston. Hintergrund: Schätzen die Beschäftigten ihre Führungskraft als autoritär ein, siezen 38 % sie. Wird der Führungsstil als „Laissez-faire“ eingestuft, siezt nur noch ein Fünftel der Befragten. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Ansprache von Vorgesetzten ist deren Position vor dem Karrieresprung zur Führungskraft. War der Vorgesetzte nämlich vorher ein Kollege der Befragten, liegt der Duz-Anteil bei 81 %.

Geschlecht der Führungskraft hat keinen Einfluss auf die Anrede

Eine andere Einflussgröße ist das Alter der Vorgesetzten: Bei Führungskräften über 50 Jahren liegt die Duz-Quote bei 67 %, bei jüngeren Führungskräften unter 30 Jahren steigt sie auf 75 %. Keinen nennenswerten Unterschied macht dagegen das Geschlecht. Während weibliche Führungskräfte zu 73 % geduzt werden, liegt der Anteil bei Männern bei 71 %. 

Über die Studie

Für die Umfrage zum Führungsstil in deutschen Unternehmen befragte das Marktforschungsunternehmen bilendi im Auftrag von HR WORKS 2.083 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren. Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden betrug zum Zeitpunkt der Befragung im August 2025 45 Jahre. 76 % von ihnen waren in Vollzeit berufstätig, 24 % in Teilzeit. Die Studie deckt Unternehmensgrößen von KMU bis Konzernen ab.

Über HR WORKS

Mit über 3.000 Kunden zählt HR WORKS zu den erfolgreichsten deutschen Software-Anbietern für Human Resources (HR). Das Unternehmen bietet seit über 25 Jahren eine einfache und durchdachte HR-Lösung, die auf KMU-Bedürfnisse abgestimmt ist. Zum Funktionsumfang zählen Personalverwaltung, Zeitwirtschaft, Reisekostenmanagement, Payroll und Personalentwicklung. Aktuell beschäftigt das Unternehmen knapp 200 Mitarbeitende an den Standorten Freiburg, Frankfurt und Berlin.

Zum Download der Pressemitteilung

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