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Kündigungsreport 2026

Was wirklich passiert, wenn Unternehmen entlassen

Der Kündigungsreport 2026 von HR WORKS untersucht, wie Entlassungen in Deutschland aus Sicht der Beschäftigten ablaufen. Im Fokus: Wie kommunizieren Unternehmen im Trennungsprozess? Und welche Folgen hat das für die Betroffenen?

Die Studie beleuchtet den gesamten Trennungsprozess: vom Kündigungsgespräch über den Umgang mit Abfindungen bis hin zu emotionalen Folgen einer Entlassung. Grundlage sind die Erfahrungen von Beschäftigten, die in den vergangenen fünf Jahren ihren Job verloren haben. Die Ergebnisse liefern ein datenbasiertes Bild davon, wie deutsche Unternehmen entlassen.

Cover HR WORKS Studie - Kündigungsreport 2026

Der Kündigungsreport zum Download

Die wichtigsten Insights auf einen Blick:

  • Bei 40 % der Befragten ist das Kündigungsgespräch nach fünf Minuten vorbei. Nur jeder Dritte darf seine Sicht äußern.
  • Fast zwei Drittel akzeptieren das erste Abfindungsangebot – ohne Bedenkzeit, ohne Anwalt, ohne Verhandlung.
  • Knapp jeder achte Befragte wurde in den letzten fünf Jahren entlassen.

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Der Status quo

In Deutschland gibt es bisher keine einheitliche amtliche Statistik dazu, wie viele Beschäftigte jährlich entlassen werden. Auch aus welchen Gründen und auf welche Weise das geschieht, wird nicht erfasst. Unter den Befragten wurden in den vergangenen fünf Jahren rund 13,5 % entlassen. Auf die rund 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland hochgerechnet entspricht das fast fünf Millionen Menschen.

Laut des Kündigungsreports 2026 ging der Anteil der Entlassungen nach 2021 zunächst zurück. Seit 2024 steigt er wieder deutlich, von 22 % auf 25 % im Jahr 2025. Betriebsbedingte Gründe dominieren mit 38 %, doch auch Entlassungen aufgrund von KI werden immer häufiger.

Besonders betroffen sind kleine Unternehmen: Von den Beschäftigten aus Unternehmen mit 51 bis 100 Arbeitnehmern wurde in den letzten fünf Jahren jeder Vierte entlassen, mehr als doppelt so viele wie in Großunternehmen. Auch zwischen den Branchen gibt es deutliche Unterschiede. Im Bereich Consulting wurde in diesem Zeitraum rund jeder dritte Studienteilnehmer entlassen, während im Bereich Medien, Presse und Marketing knapp jeder Achte seinen Job verlor.

Kündigung ohne Gespräch

Die Kommunikation scheitert, so die Befragten, oft schon vor dem Kündigungsgespräch: Für mehr als jeden Vierten kam die Entlassung ohne jedes Warnsignal. Kein Feedbackgespräch, keine Abmahnung, kein Hinweis.

Im Gespräch selbst setzt sich das fort: 53 % der Kündigungsgespräche verlaufen rein formal. Nur 34 % der Betroffenen können ihre Sicht schildern. Bei 40 % ist das Gespräch nach fünf Minuten beendet. Und nicht einmal die Hälfte fühlt sich respektvoll behandelt. Dabei spielt es keine Rolle, wer die Kündigung ausspricht. Ob direkte Führungskraft, Geschäftsführung oder HR-Abteilung – nur rund jeder Zweite erlebt den Umgang als respektvoll. Die Daten legen nahe, dass der Prozess selbst das Problem ist, nicht die beteiligten Personen.

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Grafik zur Studie über Entlassungen: So erleben Entlassene ihr Kündigungsgespräch

Gekündigt – zwischen Erleichterung und Wut

Die häufigste Emotion nach einer Entlassung ist Erleichterung. 32 % der Betroffenen geben an, nach dem Gespräch erleichtert gewesen zu sein. Das deutet darauf hin, dass  viele ihre Arbeitssituation bereits vorher als belastend empfunden haben. Denn knapp die Hälfte sagt rückblickend: Meine Lebensqualität hat sich durch die Entlassung verbessert.

Fast genauso verbreitet: Wut. Beinahe jeder Dritte ist nach der Entlassung wütend auf seinen Arbeitgeber oder seine direkte Führungskraft. Als zentralen Treiber nennen die Befragten fehlende Unterstützung durch die Führungskraft während des Anstellungsverhältnisses. Der zweitmeistgenannte Grund für Wut: Die Befragten hatten im Nachhinein das Gefühl, dass ihre Führungskraft auf ihre Entlassung hingearbeitet hat. 

Wie die Kündigung übermittelt wird, prägt den emotionalen Nachhall. Wer schriftlich von seiner Entlassung erfuhr, leidet heute mehr als doppelt so oft an Nachwirkungen – etwa Wut, Kränkung oder Selbstzweifeln – wie jemand, der persönlich informiert wurde (27 % vs. 11 %).

Die häufigste Emotion nach einer Entlassung ist Erleichterung.


Kündigungsgründe: Jeder Siebte ohne Erklärung

  • Betriebsbedingte Gründe führen die Liste mit 38 % klar an. Dahinter folgt Restrukturierung: 15,6 % nennen Stellenabbau, 7,2 % eine strategische Neuausrichtung.
  • Personenbedingte Gründe landen deutlich dahinter. Leistung und Verhalten wurden jeweils knapp einem Achtel der Entlassenen genannt, also etwa gleich häufig.
  • Auffällig: KI taucht als Kündigungsgrund immer häufiger auf. 2021 lag der Anteil bei gut 1 %, 2025 bereits bei rund 8 %. Im Durchschnitt geben 6 % aller Entlassenen an, ihre Stelle sei durch KI-Entwicklungen schlicht überflüssig geworden.

Mindestens genauso auffällig sind fehlende Erklärungen. Jeder Siebte hat keine Begründung für seine Entlassung erhalten. Das kann langfristige Folgen haben: Fast jeder Zweite aus dieser Gruppe ist zum Befragungszeitpunkt noch auf Jobsuche.

Abfindung: Unterschrift unter Druck

Abfindungen sind kein Standard in Deutschland: 47 % der Entlassenen gehen ohne finanziellen Ausgleich, in Kleinbetrieben sind es sogar 60 %.

Wer ein Angebot erhält, hat kaum Zeit zum Nachdenken. Die meisten Kündigungsgespräche dauern höchstens zehn Minuten. Trotzdem unterschreiben in diesem Gespräch bereits 26 % eine erste Vereinbarung. Weitere 36 % sagen mündlich zu und unterzeichnen kurz danach. Insgesamt akzeptieren fast zwei Drittel das Erstangebot ohne Verhandlung. 

Ob sich diese Eile lohnt, ist fraglich. Jeder vierte Entlassene mit Abfindung empfindet die Summe im Rückblick als nicht ausreichend. Trotzdem landet kaum ein Fall vor Gericht: Nur 8 % der Trennungen enden in einem gerichtlichen Vergleich. Die Mehrheit der Betroffenen nimmt also hin, was ihr vorgelegt wird – unabhängig davon, ob sie es als fair empfindet.

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Grafik zur Studie über Entlassungen: Abfindung - Unterschrift unter Druck

Gut entlassen schützt die Arbeitgebermarke

Der Kündigungsreport 2026 zeichnet ein klares Bild: Entlassen wird häufig, gut entlassen selten. Gespräche verlaufen kurz und nüchtern, Raum für Fragen und Emotionen gibt es kaum. Für Unternehmen ist die Trennung ein Verwaltungsakt. Für Betroffene ein emotionaler Einschnitt, der nachwirkt. Wut aus schlechten Trennungen richtet sich häufig gegen das Unternehmen und seine Führung. Und sie wirkt oft nach außen: etwa in Bewertungsportalen, in Gesprächen mit ehemaligen Kollegen oder in der öffentlichen Wahrnehmung. Wer Betroffene respektvoll behandelt, schützt also auch die eigene Arbeitgebermarke.

Wann läuft eine Kündigung besser? Die gesammelten Erkenntnisse dazu finden Sie im Kündigungsreport 2026.

Über HR WORKS

Mit über 3.000 Kunden zählt HR WORKS zu den erfolgreichsten deutschen Software-Anbietern für Human Resources (HR). Das Unternehmen bietet seit über 25 Jahren eine einfache und rechtssichere HR-Lösung, die auf KMU-Bedürfnisse abgestimmt ist. Zum Funktionsumfang zählen Personalverwaltung, Zeitwirtschaft, Reisekostenmanagement, Payroll und Personalentwicklung. Darüber hinaus veröffentlicht HR WORKS regelmäßig datenbasierte Studien zu zentralen HR-Prozessen – um Unternehmen einen faktenbasierten Blick auf die eigene Praxis zu ermöglichen.

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Pressekontakt

Sophia Wiedmann
+49 761 47954275
sophia.wiedmann@hrworks.de