Definition und Aufgaben

Corporate Communication

7 Min. Lesezeit | Zur Lexikon-Übersicht

So gelingt die interne und externe Kommunikation in Ihrem Unternehmen

Corporate Communication sorgt nicht nur für einen besseren Informationsaustausch innerhalb eines Unternehmens. Sie fördert auch das gesamte Image einer Firma, die dadurch attraktiver auf Bewerber, Kunden und Partner wirkt. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, um die Corporate Communication im Arbeitsalltag sowie in der Kommunikation nach außen erfolgreich umzusetzen.

Durch die heutige Flut an Informationen laufen Unternehmen jedoch Gefahr, mit irrelevanten Neuigkeiten bei der Belegschaft, den Kunden oder Geschäftspartnern auf wenig Gehör zu stoßen. Auch die zahlreichen Kommunikationskanäle führen schnell zu einer wechselhaften Kommunikation, was für Verwirrung bei den Lesern sorgt und dem Image eines Betriebs schadet. Daher benötigen Unternehmen eine klare Strategie, um Corporate-Communication-Maßnahmen erfolgreich zu integrieren.

Was ist Corporate Communication? Eine Definition

Corporate Communication (zu Deutsch: Unternehmenskommunikation) bezeichnet

alle Aktivitäten und Instrumente, die zur Verbesserung der Kommunikation eines Unternehmens dienen. Die Corporate Communication unterscheidet sich in:

  • Interne Kommunikation mit den Angestellten.
  • Externe Kommunikation mit Kunden, der Presse oder Partnern.

Corporate Communication sorgt somit nicht nur für einen besseren Informationsaustausch. Sie fördert auch die Reputation, Kultur und Identität eines Unternehmens – die Corporate Identity.

Damit sich seine Identität von den Wettbewerbern abhebt, benötigt jedes Unternehmen eine individuelle Sprache. Diese sogenannte Corporate Language verleiht der Firma einen Wiedererkennungswert und verknüpft sie mit ihren Werten und Grundsätzen. In der Folge wirkt sich das auch positiv auf das Employer Branding aus.

Corporate Communications ist wichtig für die Corporate Identity

Diese vier Bereiche bilden die Basis von Corporate Communication

Da die Corporate Communication sowohl die internen als auch die externen Kommunikationsaktivitäten eines Unternehmens umfasst, richtet sie sich an verschiedene Adressaten. Diese sind entscheidend, um Corporate Communication in vier Bereiche aufzuteilen:

Intern: Mitarbeiter

Den Kern der Company Communication bilden die Angestellten. Eine gelungene Corporate Communication baut die Identität der Mitarbeiter mit dem Unternehmen aus und sorgt für ein besseres Arbeitsklima.

Extern: Kunden

Die wichtigsten Kontaktpersonen in der externen Kommunikation sind die Kunden. Durch eine ansprechende Corporate Communication erhalten Unternehmen nicht nur neue Kunden, sie gewinnen begeisterte Fans. Daher vereint dieser Bereich auch Corporate Communication und Marketing.

Extern: Presse

Die Pressearbeit, besonders in Form von Pressemitteilungen, -konferenzen und PR-Maßnahmen, ermöglicht es Firmen, die eigene Corporate Identity in den Medien zu vermitteln. Dabei ist es entscheidend, dass die veröffentlichten Themen den Ruf des Unternehmens fördern. Durch den gewachsenen Einfluss von Influencern wird zudem die Zusammenarbeit mit diesen Meinungsmachern immer wichtiger, auch es sich bei ihnen streng genommen in den seltensten Fällen um Journalisten handelt. Beispielsweise hilft der Kontakt zu HR-Influencern dabei, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Extern: Geschäftspartner

Auch Geschäftspartner und Investoren sind bei der Corporate Communication von Bedeutung, da sie einen großen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens haben. Die Kommunikation erfolgt idealerweise nicht nur über Gespräche und E-Mails, sondern darüber hinaus über Berichte und Aktionärsbriefe.

Corporate Communication: Beispiele aus der Praxis

Maßnahmen zur internen und externen Corporate Communication sind vielfältig und spielen je nach Betrieb eine unterschiedliche Rolle. Zu den typischen Beispielen der Unternehmenskommunikation zählen:

Beispiele für interne Corporate Communication

  • Mitarbeitergespräche
  • E-Mails und Newsletter
  • Rundschreiben
  • Schulungen
  • Schwarzes Brett
  • Briefe
  • Berichte und Auswertungen

Beispiele für externe Corporate Communication

  • Werbeanzeigen
  • Website
  • Newsletter
  • Social Media
  • Blogs und Artikel
  • Broschüren
  • Pressemitteilungen
  • Interviews
  • Reportings und Berichte
  • Werbung

Was sind die Ziele der Corporate Communication?

Corporate Communication hat in erster Linie das Ziel, für einen passenden Dialog zwischen einem Unternehmen und allen Beteiligten zu sorgen. Daher teilen sich auch die Ziele der Unternehmenskommunikation in intern und extern auf.

Interne Ziele von Corporate Communication:

  • Vertrauen zu den Mitarbeitern fördern und das Betriebsklima stärken
  • Mitarbeiter langfristig binden
  • Produktivität verbessern
  • Internen Dialog fördern
  • Konfliktpotenzial senken
  • Wünsche der Angestellten erörtern und verwirklichen
  • Transparenz für Mitarbeiter schaffen

Externe Ziele von Corporate Communication:

  • Corporate Identity stärken
  • Wiedererkennungswert und Bekanntheit ausbauen
  • Markenloyalität der Kunden festigen
  • Kundengewinnung, -erfahrung und -bindung fördern

Damit Betriebe diese Ziele erreichen, ist eine einheitliche Strategie zur Umsetzung der Corporate-Communication-Maßnahmen ausschlaggebend. Diese beginnt mit der Sprache – der Corporate Language.

Was macht eine Corporate Language aus?

Die Corporate Language umschreibt die individuelle Sprache eines Unternehmens. Sie kommt sowohl in Texten als auch in der Sprache zum Einsatz. Durch eine eigene Corporate Language heben sich Firmen von ihren Wettbewerbern ab. Dabei müssen sie zwei Grundsätzen folgen:

  • Einzigartige Wortwahl, um Wiedererkennungswert zu schaffen.
  • Unmissverständliche Kommunikation, um die Zielgruppe für die Firma zu begeistern.

Genau wie das Corporate Design, also dem Design, Logo und der Farbgebung, gehört die Corporate Language zur Corporate Identity einer Firma.

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So setzen Unternehmen Corporate Communication erfolgreich um (fünf Maßnahmen zur Orientierung)

Eine ganzheitliche Strategie für die Unternehmenskommunikation gewährleistet, dass die richtigen Personen aus der Zielgruppe die gleiche Botschaft in einer einheitlichen Sprache erhält. Dies bezieht sich auf die internen sowie externen Kanäle und Plattformen eines Betriebs. Sobald die falschen Empfänger erreicht werden oder die Botschaften sich unterscheiden, wirkt dies unglaubwürdig und schadet dem Image.

Eine einheitliche Unternehmenskommunikation funktioniert somit nur mit einer Strategie, welche die Normen und Werte des Betriebs berücksichtigt. Die folgenden fünf Maßnahmen helfen bei der erfolgreichen Umsetzung:

Maßnahme 1: Zielgruppe definieren

Die erste und entscheidende Corporate-Communication-Maßnahme ist die Definition der Zielgruppen. Sie beeinflusst sowohl die künftige Sprache als auch die Kommunikationskanäle. Zu den typischen Zielgruppen zählen:

  • Mitarbeiter
  • Kunden
  • Journalisten
  • Partner
  • Sponsoren
  • Vereine
  • Politiker

Im Anschluss entscheidet sich, welche Abteilungen und Personen die jeweiligen Aufgaben der Corporate Communication umsetzen. Meist betrifft die Kommunikation im Betrieb die folgenden Bereiche:

Zuletzt wird das verfügbare Budget definiert, um die Maßnahmen zu verwirklichen.

Maßnahme 2: Status quo ermitteln

Im zweiten Schritt ermitteln die verantwortlichen Abteilungen den Ist-Zustand der Corporate Communication. Dies hilft unter anderem, den Markt besser zu verstehen. Die folgenden Fragen sollten Unternehmen beantworten:

  • Wie viel Budget wurde bislang investiert?
  • Wie viele Angestellte wurden einbezogen?
  • Welche Maßnahmen wurden und werden umgesetzt? Wie erfolgreich sind diese?
  • Wie stehen die Kunden und die Mitarbeiter momentan zum Unternehmen?

Maßnahme 3: Ziele und Botschaften festlegen

Die Ziele der Unternehmenskommunikation sollten realistisch und messbar sein. Ebenso ist es wichtig, dass die Botschaften den Werten entsprechen sowie die geeignete Zielgruppe erreichen. Je nach Größe des Betriebs entscheiden sich die Möglichkeiten zur Corporate Communication. Viele Unternehmen nutzen die SMART-Methode, um ihre Ziele zu definieren:

  • Spezifisch → Sind Ziele genau definiert?
  • Messbar → Welche Kriterien sollen gemessen werden?
  • Angemessen → Werden die Ziele von der Zielgruppe angenommen?
  • Realistisch → Sind die Ziele umsetzbar?
  • Terminiert → Bis wann sollen die Ziele erreicht sein?

Um die richtigen Botschaften zu finden, helfen folgende Vorgaben:

  • Vereinbar mit der gesamten Unternehmensstrategie.
  • Passend zur Zielgruppe und zur Corporate Language.
  • Leicht zugänglich und unmissverständlich.
  • Zeigen die Einzigartigkeit des Unternehmens.
  • Sind mit Statistiken und Fakten belegbar.

Maßnahme 4: Maßnahmen definieren

In diesem Schritt legen die verantwortlichen Mitarbeiter kurzfristige und langfristige Maßnahmen zur Umsetzung der Corporate Communication fest. Dazu gehört etwa die Einführung eines internen Newsletters oder die Veröffentlichung einer Pressemitteilung zu bestimmten Neuigkeiten. Folgende Punkte sind bei allen Maßnahmen wichtig:

  • Kontinuierliche Kommunikation auf mehreren Kanälen
  • Einheitliche Corporate Language
  • Unternehmenswerte und -normen einhalten und leben
  • Transparente Kommunikation aktueller Themen

Maßnahme 5: Budget und Personal planen

Abschließend plant der Betrieb das verfügbare Budget, die zeitlichen Kapazitäten sowie das Personal zur Umsetzung der Maßnahmen. Dies setzt auch gutes Human Resource Management voraus, denn die Unternehmenskommunikation benötigt Zeit und Mitarbeiter, die zur Umsetzung geeignet sind. Mitunter ist eine gesamte Abteilung sinnvoll, um die Corporate Communication umzusetzen. Besonders bei großen Firmen lohnt es sich, die Company Communication in werblich und nicht-werblich oder B2B- und B2C-Kommunikation aufzuteilen. Andere Unternehmen lagern ihre Corporate Communication komplett an externe Dienstleister aus.

Corporate Communication kurzgefasst

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