Zeiterfassung auch im Homeoffice

Zeiterfassung Gesetz: Digitale Stechuhr für das Homeoffice kommt

Update 8. Oktober 2020: Der vom Bundesarbeitsministerium erstellte Gesetzentwurf wurde inzwischen vom Kanzleramt blockiert. Hierbei ging es vor allem um den "Rechtsanspruch auf Homeoffice". Die verpflichtende Zeiterfassung bleibt aufgrund des EuGH-Urteils vom Mai 2019 aber weiterhin Thema – unabhängig vom nun frühzeitig gekippten "Mobile Arbeit Gesetz".

In letzter Zeit war es still geworden um die verpflichtende Arbeitszeiterfassung und ein entsprechendes "Zeiterfassung Gesetz". Doch im Interview mit der “Bild am Sonntag” verriet Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nun, dass im geplanten “Mobile Arbeit Gesetz” neben einer Mindestanzahl an Homeoffice-Tagen auch die Pflicht zur digitalen Stechuhr verankert sei.

In Zukunft sollen Heimarbeiter ihre Arbeitszeiten digital dokumentieren müssen. Das kündigte Arbeitsminister Hubertus Heil in einem großen Interview an. Dabei geht es in erster Linie darum, eine rechtliche Grundlage für Homeoffice-Tage beziehungsweise mobile Arbeit zu schaffen. Bisher konnten Arbeitgeber die Wünsche ihrer Mitarbeiter auf Homeoffice nämlich grundlos ablehnen.

Laut Heil sollen Arbeitnehmer nun einen Rechtsanspruch auf Heim- oder Fernarbeit bekommen - und zwar in Zusammenhang mit einer verpflichtenden Zeiterfassung. Der jährliche Anspruch soll 24 Tage pro Jahr betragen. Arbeitgeber dürften Mobilarbeit dann nur noch ablehnen, wenn es nachvollziehbare und organisatorische Gründe dafür gibt.

Zeiterfassung Gesetz: 30.000 Euro Bußgeld bei Nicht-Einhaltung

Heil betonte in dem Interview, dass die Corona-Zeit gezeigt habe, wie effizient die Arbeit aus dem Homeoffice funktioniere. Daher soll es nun in allen Branchen, wo es möglich sei, einen Rechtanspruch auf Mobilarbeit geben. Die digitale Zeiterfassung im Homeoffice sei vor allem wichtig, um die Arbeitnehmer vor Selbstausbeutung zu schützen, so der Minister. Denn Heimarbeiter würden ohne Kontrolle nicht weniger - wie oftmals angenommen - sondern mehr arbeiten. Arbeitgebern, die Arbeitszeiten von mobilen Mitarbeitern nicht digital erfassen, droht ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro.

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So gelingt HR auch aus dem Homeoffice 

Aktuell liegt ein erster Entwurf des “Mobile Arbeit Gesetz” dem Bundeskanzleramt vor und soll in den kommenden Wochen von den Bundesministerien geprüft werden. Erst dann entscheiden Bundestag und Bundesrat darüber, ob der Vorschlag des Arbeitsministers zu einer gesetzlichen Regelung wird.

Erst im vergangenen Jahr hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) eine verpflichtende Zeiterfassung vorgeschrieben. Die EU-Mitgliedstaaten müssen nun Regelungen finden, wie sie die Vorgaben des EuGH in nationale Rechtsprechung übersetzen. Das “Mobile Arbeit Gesetz” dürfte nun ein erster Stoß in diese Richtung sein. Eine verpflichtende Zeiterfassung für alle Mitarbeiter - also auch jene am Firmenarbeitsplatz - sieht der jetzige Gesetzesentwurf allerdings nicht vor.

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