So tickt die Generation Z
Die Generation Z bezeichnet die nach 1995 Geborenen, die aktuell als Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger in die Arbeitswelt drängen. Aufgewachsen in einer Zeit des technologischen Umbruchs und globaler Krisen, bringt sie neue Werte, Erwartungen und Kommunikationsformen mit. Für Unternehmen ergeben sich daraus Chancen, aber auch Herausforderungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Generation Z umfasst Personen, die etwa zwischen 1995 und 2010 geboren wurden.
- Als echte Digital Natives sind sie mit sozialen Netzwerken und digitalen Technologien aufgewachsen.
- Selbstverwirklichung, Offenheit, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sind zentrale Werte, die die Generation Z vertritt.
- Sie erwarten flexible Strukturen, eine sinnstiftende Tätigkeit sowie respektvolle, transparente Führung.
Was ist die Generation Z?
Die Generation Z (auch Gen Z oder Genz) wurde zwischen 1995 und 2010 geboren. Sie steht für gesellschaftlichen Wandelund ist geprägt durch ein neues Werteverständnis, digitale Selbstverständlichkeit und veränderte Erwartungen an Bildung, Beruf und Führung.
Angehörige der Generation-Z-Jahrgänge sind jetzt je nach Bezugsjahr zwischen etwa 15 und 30 Jahre alt. Es gibt aber verschiedene Studien, die leicht variierende Geburtszeiträume verwenden. Konsens besteht jedoch darüber, dass die 2010-Geborenen die jüngsten Vertreter der Gen Z darstellen.
Wichtig für die Praxis: Die Z-Generation-Definition erfolgt nicht nur anhand des Geburtsjahres, sondern vor allem über die gesellschaftlichen Prägungen. Die Generation Z wird geprägt durch die permanente Verfügbarkeit von digitalen Medien, den Einfluss globaler Krisen wie Klimawandel und Corona-Pandemie sowie das Aufwachsen mit sozialen Netzwerken als Selbstverständlichkeit.
Die Generation Z folgt auf die Generation Y und wird von der Generation Alpha abgelöst. Letztere beginnt mit den Geburtsjahren ab etwa 2010.
Ist die Generation Z wirklich digital, kritisch und selbstbestimmt?
Ein Vorurteil über die Generation Z (1995-2010) lautet, dass ihre Mitglieder wenig Arbeitseinsatz zeigen, aber dafür umso lautere Forderungen nach Work-Life-Balance und 4-Tage-Woche stellen. Aktuelle Studien wie die Deloitte Gen Z and Millennial Survey oder die Zenjob-Studie zeichnen jedoch ein anderes Bild. Sie bestätigen zwar eine hohe Erwerbsbeteiligung, zeigen aber auch eine Generation, die unter finanziellem Druck steht und daher Stabilität, eine faire Behandlung und Angebote zur mentalen Gesundheit als zentrale Bedingungen für ihre Loyalität und Leistung ansieht.
Dennoch unterscheidet sich die Generation Z in der Arbeitswelt deutlich von vorhergehenden Generationen. Sie stellt nicht nur die von älteren Generationen geprägten etablierten Strukturen infrage, sondern auch deren klassische Vorstellungen von Karriere, Führung und Work-Life-Balance. Ereignisse wie die Corona-Pandemie und Bewegungen wie Fridays for Future haben das Bewusstsein dieser Generation zusätzlich geschärft.