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HR 4.0 – Wie HR in Zukunft tickt

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Das Schlagwort HR 4.0 umfasst Entwicklungen, die die HR-Organisation auf Dauer bestimmen werden

09. Januar 2024 · 5 Min. Lesezeit · HR WORKS Redaktion

Im Human Resources Management hat sich in den letzten Jahren vieles verändert. So sorgt längst nicht mehr nur der zunehmende Fachkräftemangel für Herausforderungen in der Personalabteilung. Sondern auch das Auftauchen von KI, das Verwalten einer zunehmend diversen Belegschaft und das Schaffen einer positiven Employee Experience. Doch wie begegnet HR diesen Entwicklungen und gestaltet eine zukunftsfähige HR 4.0?

HR 4.0: Was ist die HR der Zukunft?

HR 4.0 bezeichnet die technologiegetriebene Transformation des Personalwesens. Um dieser Schritt für Schritt näher zu kommen, treiben Unternehmen die Digitalisierung von KMU sowie von Großunternehmen voran und nutzen verstärkt die Möglichkeiten von HR-Tech.

Denn indem Personalabteilungen ihre Workflows automatisieren, gestalten sie ihre Arbeit effizienter. Die durch die entfallenen Routineaufgaben entstandenen Räume füllen HR-Manager mit strategischer Arbeit. Dazu zählt es, Angestellte zu fördern, ihnen eine optimierte Work-Life-Balance zu ermöglichen und ihnen die bestmögliche Employee Experience zu bieten.

  1. HR-Prozesse digitalisieren: Schon jetzt nutzt die Abteilung für Human Resources digitale Lösungen. Diese unterstützen beispielsweise in den Bereichen Recruiting, Onboarding, Talent Management, Leistungsmanagement sowie Mitarbeiterentwicklung. Ein HR-Chatbot übernimmt dabei häufige Standardanfragen von Mitarbeitenden und entlastet so die HR-Abteilung. So ersetzen HR-Verantwortliche analoge Prozesse durch automatisierte elektronische Systeme.
  2. Flexible Arbeitsmodelle unterstützen: Ein wichtiger Motor für HR 4.0 sind flexible Arbeitsmodelle wie Hybrides Arbeiten und Remote Work. Auch nach der Coronapandemie arbeiten Angestellte viel und gern im Homeoffice – und liegen der Hans-Böckler-Stiftung zufolge damit voll im Trend. Längst ist es Alltag, über Software-Lösungen in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen zu bleiben sowie gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten.
  3. Individuell auf Mitarbeiter eingehen: Je individueller ein Angestellter behandelt wird, desto wohler fühlt er sich. Durch eine personalisierte Mitarbeiterentwicklung mit Up- und Reskilling unterstützen Unternehmen zudem den Trend des lebenslangen Lernens. Indem sie ihre Mitarbeiter gezielt fördern, verlängern sie nicht nur deren Employee Life Cycle, sondern stärken außerdem ihre eigene Produktivität, Innovationsfähigkeit und ihr Anpassungsvermögen.
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Wie funktioniert die HR-Organisation der Zukunft?

Die HR-Organisation der Zukunft ist digital und darauf ausgerichtet, den Mitarbeitern eines Betriebes beste Arbeitsbedingungen zu bieten. Das bedeutet: Die digitale Personalakte und alle weiteren Angelegenheiten rund ums Personal erfasst und verwaltet effizient eine HR-Software. Zudem spielt auch KI im Personalwesen eine immer größere Rolle. Damit Personalerinnen und Personaler in der Lage sind, solche Tools zu bedienen, erlernen sie das nötige Know-how in entsprechenden Schulungen. Wichtig: Im Jahr 2024 verabschiedete die Europäische Union den EU AI Act, der die Arbeit mit KI stark reguliert. Da es in der Personalarbeit oftmals um sensible Daten geht, bringt diese KI-Verordnung in HR auch Herausforderungen.

Durch den zunehmenden Wegfall administrativer Aufgaben arbeitet Human Resources Management wesentlich strategischer – und leistet so einen effizienten Beitrag gegen den Fachkräftemangel. So integriert HR beispielsweise Trends wie New Work und Job Crafting, um Angestellte möglichst lange zu halten und sorgt dafür, dass ihre Unternehmen für Jobsuchende attraktiv sind.

HR-Themen der Zukunft: Was sind moderne HR-Instrumente?

Nach der erfolgten HR-Software-Implementierung im Zeitalter von Arbeit 4.0 stehen der Personalabteilung nun diverse Instrumente und Systeme zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:

  • Human Resource Information System (HRIS): HRIS-Systeme sind zentrale Plattformen, die HR-Prozesse verwalten und automatisieren. Sie vereinen unter anderem Mitarbeiterdaten, Gehaltsabrechnungen, Daten zum Leistungsmanagement sowie zur Zeiterfassung.
  • Applicant Tracking System (ATS): ATS-Systeme unterstützen den kompletten Rekrutierungsprozess – von der Veröffentlichung der Stellenangebote bis zur Auswahl geeigneter Kandidaten. So erleichtern sie das Verwalten von Bewerbungen, das Bewerten der Bewerberinnen und Bewerber sowie die Kommunikation mit ihnen.
  • People Analytics: People Analytics-Tools sammeln Mitarbeiterdaten, die HR-Manager auswerten. Die durch People Analytics gewonnenen Einblicke geben Erkenntnisse über Mitarbeiterverhalten, Engagement und Leistung. Außerdem zeigen sie Trends im Bereich Fluktuation auf. Diese Daten dienen als Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen und Unternehmensentscheidungen.
  • Performance Management: Moderne Leistungsmanagement-Tools sammeln Daten für eine kontinuierliche Leistungssteigerung. Sie liefern die Basis für Feedback und individuelle Zielsetzungen. Außerdem zeigen sie Möglichkeiten für eine persönliche Weiterentwicklung auf.
  • Diversity-Tools: Unternehmen nutzen diese Tools, um die Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion im Betrieb zu fördern. Digitale Diversity im Unternehmen umfasst unter anderem das Überwachen von Diversitätsmetriken sowie das Bereitstellen von Schulungsinhalten.

Diese und weitere Instrumente wie beispielsweise Employee-Engagement-Plattformen oder Learning-Management-Plattformen bieten vielfältige Vorteile. So tragen sie nicht nur dazu bei, dass die Personalabteilung effizienter arbeitet, sondern verbessern zudem die Mitarbeitererfahrung und fördern datengetriebene Entscheidungen.

Was zeichnet eine moderne HR-Organisation aus?

Eine moderne HR-Organisation ist stets anpassbar – sowohl an sich ändernde Arbeitsumgebungen und Technologien als auch an Mitarbeiterbedürfnisse. So verdeutlicht eine 2021 durchgeführte Studie zum Thema “Der Mensch in der Arbeitswelt 4.0”, dass sich die durch die Digitalisierung verursachten Veränderungen positiv auf HR-Verantwortliche und übrige Angestellte auswirken. Sogar die kontinuierliche Änderung ihres Jobprofils bewertet eine große Anzahl der Befragten als förderlich.

Im Vordergrund einer modernen HR-Organisation stehen die Themen Talent Management, datengesteuerte Entscheidungsfindung und lebenslanges Lernen. Ebenso ist es ein zentrales Kennzeichen von HR 4.0, dass sich HR-Manager aktiv in strategische Entscheidungen ihrer Unternehmen einbringen. Durch diese auf das Wohl der Angestellten ausgerichtete Strategie leistet die HR-Abteilung einen essentiellen Beitrag zum Employer Branding, das im Kampf um die besten Talente einen entscheidenden Mehrwert für Betriebe bietet.

Die Zukunft von HR: Mit HR 4.0 bleiben Unternehmen erfolgreich

Die HR-4.0-Digitalisierung beschreibt die Transformation von traditionellem Personalmanagement zu einer modernen HR, die zunehmend datengesteuert arbeitet und dadurch strategische Funktionen innerhalb eines Unternehmens erfüllt. Durch die digitale Transformation ändert sich nicht nur der Arbeitsalltag für HR-Manager. Auch die übrigen Angestellten durchleben einen kulturellen Wandel: Sie profitieren unter anderem von modernen Arbeitszeitmodellen, die nur durch technologische Innovationen möglich sind. Und wählen ihre Arbeitgeber zunehmend danach aus.

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